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Komplettlösung auf der A4

Komplettlösung auf der A4

WEMO-tec organisierte dieselgetriebene Teleskopbühnen, Lkw-Ladekran und Tieflader für den sechsspurigen Fahrbahn-Ausbau der Asbachtalbrücke

Auf Großbaustellen müssen alle Gewerke eng aufeinander abgestimmt werden. Das sei kein großes Geheimnis, meint Christian Herr. „Aber natürlich sollten auch die eingesetzten Baumaschinen tadellos funktionieren“, sagt der Außendienstmitarbeiter der WEMO-tec in Eichenzell. Sein Blick fällt bei diesen Worten auf die beiden Teleskopbühnen TD 230. Er vermietete die Geräte von April 2010 bis August 2012 an die Arbeitsgemeinschaft Bickhardt Bau und Kirchner für das Großprojekt Fahrbahnerneuerung der Asbachtalbrücke.

Die aus der Vorkriegszeit stammende Autobahnbrücke der A 4 befindet sich zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Anschlussstelle Bad Hersfeld. Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens musste die Fahrbahn sechsspurig ausgebaut werden. Die 11-bogige Sandsteinkonstruktion sollte dabei jedoch voll erhalten bleiben. Lediglich die Fahrbahnplatte sollte erneuert werden. Das bedeutete: Zuerst Demontage der alten Fahrbahn bis auf die Brückenbögen, dann Neu-Betonierung der Fahrspur. Vor dem Rückbau mussten zunächst die einzelnen Brückenbögen stabilisiert werden – mit auf Stahlträgern ruhenden Holzbogenschalungen.

„Mit Hilfe der beiden Arbeitsbühnen montierten wir die einzelnen Stahlstützen und die darauf liegenden Schalungen direkt vor Ort“, erklärt Detlef Heide, verantwortlicher Polier der Arbeitsgemeinschaft. Um diese dann per Hydraulikzylinder unter die einzelnen Bögen der Brücke zu schieben. Das Ganze von den Arbeitskörben der Bühnen aus koordiniert. Die geländegängigen Maschinen seien vielfältig auf der Baustelle eingesetzt worden – dank ihres Allradantriebes. Beispielsweise für die Montage der mobilen Betonmischmaschine. Mit dieser betonierte die Arge die neue Fahrbahnplatte der 200 m langen Brücke im Taktverfahren. Auch das Reinigen und Sanieren der Brückenpfeiler passierte von den Körben der Bühnen aus. Durch den flexiblen Teleskoparm und die maximale Arbeitshöhe von bis zu 23 Metern erreichten die Handwerker alle notwendigen Stellen der Brückenkonstruktion.
„Dort, wo der Teleskoparm nicht hinreichte, wurden die Spezialmaschinen per Autokran verhoben“, verdeutlicht Christian Herr. Oft machten dieselgetriebene Baumaschinen im Winter Probleme beim Anspringen, lässt Detlef Heide durchblicken. Auf die beiden robusten Arbeitsbühnen sei aber Verlass gewesen, auch bei Minustemperaturen. Im Zuge des Autobahnausbaus erneuerten die Baufirmen im zweiten Bauabschnitt zusätzlich den Jägersteg – eine Autobahnüberführung bei Friedewald. Sie rissen die alte Brücke ab und errichteten an derselben Stelle eine neue Beton-Bogenbrücke. Ebenfalls mit Hilfe der beiden Teleskopbühnen.

In der Schlussphase der Bauarbeiten greifte WEMO-tec der Arbeitsgemeinschaft zusätzlich unter die Arme: mit der Organisation eines Lkw-Ladekrans für die aufwändige Demontage der Brückenschalung am Jägersteg. Sowie einem Tieflader, um das Material bei beiden Brücken abzutransportieren. „Letztendlich konnten wir damit eine Komplettlösung anbieten“, unterstreicht Christian Herr. Und die beiden Bau-Unternehmen ihre Termine einhalten. Seit September 2012 ist die für rund 14 Millionen Euro sanierte Brücke über den Asbach wieder zu 100 % für den Verkehr freigegeben.