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Zwei Spezialgerüste für das Dom-Römer-Projekt

Zwei Spezialgerüste für das Dom-Römer-Projekt

WEMO-tec-Bauleiter Joachim Gehr und die Gerüstbauer Heiko Weber, Alf Wegner, Darwin Chontasi und Sven Moser haben drei Gebäude und eine U-Bahn-Station in der Frankfurter Altstadt eingerüstet – und mussten dabei so manche Herausforderung meistern.

Das „Dom-Römer-Projekt“ ist ein ehrgeiziges Vorhaben: Seit 2012 werden in der Altstadt von Frankfurt am Main insgesamt 35 neue Gebäude in historischer Optik errichtet. Auf einem etwa 7.000 Quadratmeter großem Areal, das auch als „Neue Frankfurter Altstadt“ bezeichnet wird, soll so das Stadtbild aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg möglichst detailgetreu rekonstruiert werden. Neben unzähligen anderen Gewerken ist auch die Abteilung Gerüstbau der WEMO-tec am Mammut-Projekt beteiligt: Das Team rund um Bauleiter Joachim Gehr hat mehrere Gebäude in der zentral gelegenen Braubachstraße sowie den Eingangsbereich einer U-Bahn-Station mit Spezialgerüsten versehen.

Mit Schwerlaststützen in die Höhe

Die große Herausforderung des Auftrags: Die unmittelbare Umgebung der Gebäude wird als Anlieferstation für das gesamte Dom-Römer-Projekt genutzt – während und nach der Einrüstung musste die Zufahrt für LKW frei bleiben. Erschwerend kam hinzu, dass sich in direkter Nachbarschaft zur Baustelle eine stark frequentierte Straßenbahnhaltestelle befindet. „Wir mussten also nicht nur eine spezielle Gerüstbrücke realisieren, unter der der Lieferverkehr weiterlaufen kann, sondern konnten während der Einrüstung nicht einmal die Straße sperren. Die Planung dieses Bauvorhabens war für meinen Kollegen Thomas Neuse und mich eine echte Herausforderung“, erzählt Joachim Gehr, Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung der WEMO-tec, der am Projekt als Planer, Bauleiter und direkt vor Ort als Monteur beteiligt war. „Wir haben das Problem gelöst, indem wir nacheinander an allen drei Gebäuden Doppel-T-Träger vom Typ HEB 250 eingesetzt haben, an denen das Gerüst bis auf eine Höhe von 22 Metern ‚wachsen‘ konnte. Das große Gewicht des Gerüstes haben wir dabei auf die Außenstege gezogen, um eine gute Stabilität herzustellen“.

Deckengerüst für die U-Bahn-Station

Auch im Eingangsbereich der nahegelegenen U-Bahn-Station, die ebenfalls zum Dom-Römer-Areal gehört, mussten Joachim Gehr und seine Mitarbeiter Hand anlegen. Hier bauten die Eichenzeller Spezialisten ein Deckengerüst auf, das die Facharbeiter vor Ort als Grundlage für umfangreiche Decken- und Wandarbeiten nutzen. „Auch diese Einrüstung war nicht ganz einfach. Die U-Bahn-Station konnte nur 14 Tage lang gesperrt werden, jeweils in der Zeit zwischen sieben Uhr morgens und fünf Uhr abends. Wir standen also unter ziemlichem Zeitdruck – und wir mussten dafür sorgen, dass die Fahrgäste außerhalb dieses Zeitfensters ungehinderten, sicheren Zugang zur U-Bahn-Station hatten“, erklärt Bauleiter Gehr.

Doppelte Arbeit

Jeder Bauabschnitt wurde nach Abschluss der Einrüstung von einem Prüfstatiker abgenommen – im Fall des Gebäudes „Braubachstraße 29“ sogar zweimal, da das Teilgerüst hier zwischendurch ab- und wieder aufgebaut werden musste, um den Anbau einer vorgehängten Fassade zu ermöglichen. „Insgesamt hatten wir weder mit den Einrüstungen noch mit den Abnahmen größere Probleme, obwohl der Aufwand vergleichsweise groß war und wir wegen der komplizierten Statik sehr exakt arbeiten mussten“, berichtet Gehr, der es sich nicht nehmen ließ, sein vierköpfiges Team tatkräftig bei der Montage zu unterstützen.

Seit dem 13. Januar sind die WEMO-tec-Gerüste in der „Neuen Frankfurter Altstadt“ einsatzbereit und sollen nun voraussichtlich bis Mitte des Jahres stehen bleiben.


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