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Nachteinsatz unter glühendem Himmel

Nachteinsatz unter glühendem Himmel

Unser Brückenuntersichtgeräte-Fahrer Stefan Weber war in Schweden unterwegs – und erlebte unvergessliche Naturphänomene

Schweden ist für Elche, ABBA, kalte Winter, heiße Saunas und leckere Köttbullar bekannt. Das Königreich im hohen Norden umfasst eine Fläche von etwa 450.000 Quadratkilometern, hat aber nur etwa neuneinhalb Millionen Einwohner. Die einsame Landschaft ist geprägt von zahllosen Wäldern, Seen und Flüssen, über die vielerorts Eisenbahnbrücken führen – und genau die hat sich BU-Fahrer Stefan Weber zusammen mit schwedischen Ingenieuren gründlich angesehen.

Für seinen Auftrag war Weber insgesamt fünf Wochen mit seinem MBL 1300 T Road/Rail unterwegs und spulte während dieser Zeit insgesamt über 5.000 Kilometer Fahrtstrecke ab. Ein gutes Dutzend Eisenbahnbrücken standen auf seinem Inspektionsplan, die älteste davon über 100 Jahre alt, die jüngste gerade frisch erbaut. Auftraggeber für die Zustandskontrollen und Gewährleistungsuntersuchungen waren unter anderem die renommierten Ingenieursbüros Reinertsen AS und Grontmij, deren Mitarbeiter sich von Webers routinierter Arbeitsweise angetan zeigten. „Meine schwedischen Begleiter waren begeistert, wie schnell die Untersuchungen mit unserem bewährten MBL 1300 über die Bühne gingen. Es lief wirklich super“, so Weber.

Achtung: Gefährliche Spannung!

Bei allen Einsätzen war auch immer ein Bahnmitarbeiter vor Ort, der die Sicherheit der Baustellen überwachte, das BU-Team beim Eingleisen unterstützte und – besonders wichtig – den Strom an den Oberleitungen ausschaltete. „Davon musste ich mich allerdings jedes Mal vergewissern. Kaum auszudenken, was passieren könnte, wenn man mit dem Korb die Oberleitung berührt, solange sie unter Spannung steht“, sagt Stefan Weber.

„Nacht-und-Nebel-Aktion“ bei Piteå

Fragt man Stefan Weber, welcher seiner Einsätze in Schweden ihm in besonderer Erinnerung geblieben ist, erhält man eine eindeutige Antwort. „Wir waren in Sikfors. Das ist eine kleine Ortschaft nahe der Stadt Piteå, nur etwa 350 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Hier haben wir mitten in der Nacht Bohlen und Kies an die Schienen geschafft, um eingleisen zu können. Während wir gearbeitet haben, stand der ganze Himmel in grünen Flammen – Nordlicht. Das war in dieser Nacht so stark, dass sogar die Leute vor Ort erstaunt waren. So etwas hätten sie noch nie gesehen, haben sie mir erzählt. Ein unvergessliches Erlebnis“, berichtet Weber.


MBL 1300T Schweden 2015
MBL 1300T Schweden 2015
MBL 1300T Schweden 2015