Beratung & Kontakt


Milpua

Neubau Milupa-Werk

Neubau Werk Milupa: Rohbau-Gerüststellung ohne Feinabstimmung zwischen den Mitarbeitern aus der Arbeitsvorbereitung Erhard Rautenberg und auf der Baustelle Denis Schäfer nicht machbar.

Die Tür des Büros ist geschlossen. Das Fenster ist zu. Im Raum herrscht absolute Ruhe. Erhard Rautenberg sitzt über den Gerüst-Aufmaßplänen für das Großprojekt „Neuer Produktionskomplex Milupa Werk“ im Industriegebiet Fulda-West. Rautenberg ist voll konzentriert: „Sonst würden mir sehr wahrscheinlich einzelne Gerüstbauleistungen durch die Lappen gehen.“ Denn das Projekt ist nicht von Pappe: Investitionssumme der Milupa GmbH rund 145 Mio. Euro, 17.000 Quadratmeter Neubaufläche, eine der modernsten Produktionsstätten für Säuglings- und Kleinkindernahrung Europas.

Knifflige Rohbaubegleitung

Die Neubau-Erweiterung des bestehenden Werks umfasst u. a. Abfüllanlagen, Produktionseinheiten plus Verwaltungsgebäude. Zentrales Element ist der 50 Meter hohe Sprühturm zur Milch-Trocknung als Basis der Babynahrung. Wichtig für das grundlegende Aufmaß der Rohbau-Einrüstung: 8 Gebäude, bis zu 10 Ebenen pro Gebäude, pro Ebene viele kleine Wände, ringsum die einzelnen Gebäude weitere Gerüste. „Für diesen Auftrag habe ich mir erst mal ein eigenes Aufmaß-Konzept nach Leistungsverzeichnis zurechtgelegt“, lässt Rautenberg hinter die Kulissen blicken. Und dieses dann von Udo Schäfer sowie der Bauleitung des Auftraggebers, Ed. Züblin AG aus Dresden, freigeben lassen. Soweit so gut. „Das eigentliche Grund-Aufmaß ist aber nicht das Knifflige, sondern die vollständige Erfassung aller rohbaubegleitenden Gerüstbauleistungen während der Baumaßnahme“, sagt Rautenberg. Jedes Gerüst bringe mehrere Arbeitstakte mit sich: Gerüstaufbau mit Konsolen, Konsolenabbau, Innengeländermontage, Umankern und Gerüstabbau. Und diese Takte auch noch von Gerüst zu Gerüst zeitlich versetzt – bei den meisten Wänden sogar in Teilabschnitten. Jeder Arbeitsschritt muss berücksichtigt und aufmaßtechnisch erfasst werden, um Baustellenverzögerungen zu vermeiden. Außerdem schwer zu kalkulieren: Unvorhersehbare Zusatzgerüste, die sich während der Baubegleitung ergeben. Hier verlässt er sich zu 100 % auf Denis Schäfer – den Mann vor Ort. Jedes zusätzliche Gerüst, jeder weitere Handgriff der Gerüstbauer wird vom Kolonnenführer im Bautagesbericht dokumentiert. Diese Ergänzungen lässt Erhard Rautenberg anschließend in die Aufmaßpläne einfließen. „Würde mir Denis nicht so genau zuarbeiten, verlören wir bei diesem Auftrag wahrscheinlich mehrere Zehntausend Euro Umsatz“, schätzt er, „außerdem würde ich sehr schnell den Überblick verlieren.“ Damit das nicht passiert, ist er zusätzlich einmal pro Woche selbst vor Ort auf der Baustelle. Start der Gerüststellung war Mitte Mai mit geplanten 11.700 m² Gerüstmaterial. Bis Projektende im Mai/Juni 2015 rechnet er mit rund 14.000 m² – inkl. Gerüst-Nachträgen für Folgegewerke.


Milupa
Milupa
Milupa