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Drei Brückenuntersichtgeräte im schottischen Schneesturm

Drei Brückenuntersichtgeräte im schottischen Schneesturm

Seit 2011 wird in Schottland die Straßenbrücke „Queensferry Crossing“ gebaut, die die Autobahn M90 über einen Meeresarm führen soll. WEMO-tec steht den Brückenbau-Spezialisten mit zwei Einsatzteams und drei Brückenuntersichtgeräten zur Seite.

Der „M90 Motorway“ ist die nördlichste Autobahn von Großbritannien und verbindet die schottischen Städte Edinburgh und Perth. Die Strecke führt auf einer Länge von knapp 50 Kilometern an der britischen Nordseeküste entlang durch malerische Landschaften, vorbei an historischen Ortschaften und geschichtsträchtigen Burgruinen. Aktuell wird die M90 in südlicher Richtung erweitert, um sie an das übrige britische Autobahnnetz anzubinden. Zum geplanten Streckenverlauf gehört auch die im Bau befindliche, 2.640 Meter lange Schrägseilbrücke „Queensferry Crossing“, die den Meeresarm „Firth of Forth“ überspannt und Mitte 2017 für den Verkehr freigegeben werden soll. Zwei WEMO-tec-Teams der Abteilung Brückenuntersichtgeräte sind seit Dezember 2016 abwechselnd vor Ort, um die Bauarbeiten mit zwei BU-Geräten vom Typ MBI 160 und einem Gerät vom Typ MBL 1200 zu unterstützen.

Unberechenbares Wetter

„Die Hauptaufgabe des Brückenbau-Teams besteht zurzeit darin, an der Unterseite der Brücke angebrachte Schienen auszurichten und teilweise auszutauschen. Nach Bauabschluss soll hier ein Brückenwagen des Herstellers Moog zum Einsatz kommen. Mein Team und ich sorgen mit unseren Brückenuntersichtgeräten für mobile Arbeitsplattformen – so können die Spezialisten schnell und sicher ans Werk gehen“, berichtet Fahrzeugführer Stefan Weber, der mit seinen Kollegen Daniel Götz und Danny Manners – ein Mitarbeiter vom WEMO-tec-Standort in Großbritannien – seit Mitte Februar auf der „Queensferry Crossing“ im Einsatz ist.

Was nach einem Routine-Einsatz klingt, wurde vom schottischen Wetter manches Mal zur sprichwörtlichen Zitterpartie gemacht: „Die Witterung in Schottland ist wirklich unberechenbar. Auf windstille, ruhige Tage folgen ansatzlos Sturm und Regen – das hat immer wieder für Verzögerungen gesorgt“, erzählt der 52-jährige Ebersburger. „Einmal sind wir sogar in einen ausgewachsenen Schneesturm geraten. Der starke Wind hat die Brücke in heftige Schwingungen versetzt, da noch nicht alle stabilisierenden Stahlseile verbaut waren. Die bereits vorhandenen Seile haben mit Wucht von innen gegen ihre Mantelrohre geschlagen und dabei ein Geräusch wie Peitschenhiebe erzeugt. Ein krasses Erlebnis – die Arbeiter, meine Kollegen und ich mussten die Brücke aus Sicherheitsgründen verlassen, bis sich das Wetter beruhigt hatte“.

Gute Unterbringung, gutes Essen, gute Arbeit

Abgesehen vom schlechten Wetter seien die Arbeitsbedingungen in Schottland aber sehr gut, so Weber. Die guten Kontakte zum freundlichen Brückenbau-Team, saubere, komfortable Hotelzimmer und leckeres Essen – natürlich einschließlich des britischen Nationalgerichtes „Fish and Chips“ – würden ihm in guter Erinnerung bleiben.


Queensferry Crossing
Queensferry Crossing 3
Queensferry Crossing