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Bamberger Reiter

„Höhenflug“ des Bamberger Reiters

Dank eines WEMO-tec-Teleskopstaplers findet die Gips-Skulptur des Bamberger Reiters ihr vorübergehendes Zuhause im Naumburger Dom.

Es müssten nicht immer nur Großprojekte sein. Nein, auch kleinere Aufträge, bei denen Fingerspitzengefühl notwendig sei, hätten durchaus ihren Reiz. So lautet Silvio Beckers Resümee zum „Höhenflug“ des Bamberger Reiters. Seit 29. Juni 2012 wird im Naumburger Dom die Sonderausstellung „Weg und Werke des Naumburger Meisters“ präsentiert.

„Alle Exponate, Modelle und Repliken des herausragenden Künstlers aus dem 13. Jahrhundert mussten für die Ausstellung in das Obergeschoss der Domklausur transportiert werden“, erklärt der Außendienstmitarbeiter der WEMO-tec in Weißenfels. Dazu gehörte eben auch eine Gips-Nachbildung des weltberühmten Original-Reiter-Standbildes – dem Bamberger Reiter. Über Treppen oder per Fahrstuhl war der Transport nicht möglich. Blieb nur der Weg vom Domgarten aus durch ein Fenster ins Innere des Gebäudes. Das Problem: Die 2,20 m hohe und 0,75 m breite Skulptur musste durch ein nur 1,80 m hohes und 1,00 m breites Fenster in 10 Metern Höhe gehoben werden.

„Bevor wir das Projekt vor Ort in Angriff nahmen, spielten wir das Ganze per Skizze auf einem Blatt Papier erst mal durch“, unterstreicht Silvio Becker. Nach dieser erfolgreichen Vorab-Trockenübung folgte die praktische Umsetzung. Zwei Geräte der WEMO-tec waren notwendig. Ein Teleskopstapler TSS 14.40 sowie eine Gelenkteleskopbühne GTD 177. An einer eigens dafür konstruierten U-Profil-Verlängerung der Gabelzinken des TSS befestigte das Montageteam den Bamberger Reiter. Sicher, aber dennoch schwenkbar. Silvio Becker steuerte die Skulptur behutsam bis an das Fenster. Angeleitet und unterstützt vom Auftraggeber, Gottfried Engels. Der Inhaber der Firma Museumsdesign begleitete die Skulptur auf ihrem Höhenflug von der Teleskopbühne aus. Er lotste und gab Anweisungen. Zwei seiner Mitarbeiter nahmen die Figur im Obergeschoss in Empfang. Sie kippten, drehten und schwenkten das Exponat durch die niedrige Fensteröffnung. Nach rund vier Stunden fand der Gips-Reiter ohne Beschädigung sein neues Zuhause. Hier wird er bis zum Ende der Ausstellung beherbergt sein.


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