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Arbeitsbühnen Lexikon

Arbeitsbühnen Lexikon

A

Abstützungen
Erhöhen die Stabilität der Maschine. Abstützungen können die Arbeitsbühne auch anheben und nivellieren.

Allradantrieb
Maschinen mit auf alle vier Räder übertragener Antriebskraft für besondere Geländegängigkeit. Die meisten geländetauglichen Maschinen verfügen über Allradantrieb.

Antriebsnaben
Die Radnaben- und Getriebebaugruppe dient zur Kraftübertragung vom Radmotor zum Rad (bei selbstfahrenden Arbeitsbühnen). Antriebsnaben verwenden ein Planetengetriebesystem, das die Umdrehungszahl des Radmotors reduziert und dadurch eine höhere Drehkraft erzeugt.

Arbeitshöhe
Die Arbeitshöhe liegt 2 m über der tatsächlichen Plattformhöhe (metrische Angabe). Dies beruht auf der Vorgabe, dass eine Person, die mit nach oben gestreckten Armen auf der Plattform steht, 2 m oberhalb des Plattformbodens arbeiten kann. Die Arbeitshöhe ist tatsächlich eine wesentlich wichtigere Angabe als die Plattformhöhe, wenn die passende Maschine für einen Einsatzort ausgesucht werden soll. In der U.S.-lndustrienorm ist die Arbeitshöhe mit 6 Fuß (1,83 m) über der Plattformhöhe festgelegt.

Ausfahrbare Achsen
Die Breite einer Arbeitsbühne ist ein Stabilitätsfaktor. Einige der größeren Teleskop-und Teleskopgelenkarbeitsbühnen haben Achsen, die zum Transport auf die Breite der Lkw-Ladefläche eingefahren und am Einsatzort gemäß den erforderlichen Stabililätsangaben ausgefahren werden können.

Automatische Nivellierung
Ein hydraulisches Abstützungssystem, das vor dem Anheben der Plattform auf unebenem Boden eine Nivellierung der Arbeitsbühne vornimmt. Einige Anhängerarbeitsbühnen und eine Vielzahl von Scherenarbeitsbühnen verfügen über diese Funktion.

B

Baumodell
Eine Maschine, die vorwiegend für Außenbauarbeiten ausgelegt ist. Standardmerkmale sind u. a. Druckluftreifen (mit Luft gefüllt) und leistungsstarke Dieselmotoren. Die meisten Baumodelle sind auf Geländegängigkeit ausgelegt und verfügen über Geländereifen, Pendelachsen und Allradantrieb für die Fahrt zu/an schwierigen, unbefestigten Einsatzorten.

Bewegungsbereich
Wird auch als „Arbeitsbereich" bezeichnet. Dies ist der für Gelenkteleskop-und Teleskoparbeitsbühnen zugängliche Arbeitsbereich. Für jedes Maschinenmodell stehen Arbeitsbereichsdiagramme zur Verfügung.

Bodenbedienpult
Die Konsole am Oberwagen einer Arbeitsbühne oder am Chassis einer Scherenarbeitsbühne, mit der die Hubfunktionen vom Boden aus gesteuert werden können. Auf dem Bodenbedienpult gibt es keine Fahr- oder Lenksteuerungen. Bodensteuerungen werden im Allgemeinen von Wartungstechnikern oder Bodenpersonal in Notfallsituationen benutzt, um die Plattformsteuerungen auszuschalten und den Bediener zu bergen.

Bodenbelastung
Zulässiges Gewicht für einen Boden, angegeben in Pfund pro Quadratfuß (PSF) bzw. kg/cm². Diese Angabe wird zusammen mit der Radlast benutzt, um zu ermitteln, ob das Maschinengewicht die Tragfähigkeit des Bodens (Statik/Oberfläche) überschreitet. Zum Berechnen der Bodenbelastung wird die Maschinenbreite mit ihrer Länge (Angaben in Fuß) multipliziert, um die Gesamtfläche zu ermitteln. Anschließend wird das Gewicht der Maschine durch die Fläche dividiert, um die Bodenbelastung zu ermitteln.

Betriebsbremse (dynamische Bremsung)
Das System, das die Bewegung der Maschine verlangsamt und stoppt. Hydraulisch freigegebene Federspeicher-(Lamellen)-Bremssysteme sind üblich.

E

Eingeschränkte Plattformtragfähigkeit
Wird von einigen Herstellern verwendet, um Gewichtseinschränkungen für die Plattform hinsichtlich bestimmter Arbeitshöhen innerhalb des Arbeitsbereichs der Maschine anzugeben - Angabe im Arbeitsbereichsdiagramm.

Endschalter
Elektrisch betätigte Schalter zur Begrenzung der Fahr- und/oder Hubfunktion, wenn die Arbeitsbühne einen bestimmten Arbeitsbereich erreicht hat. Beispiel: Wird die Arbeitsbühne angehoben, signalisiert ein Endschalter dem Steuersystem, die Fahrgeschwindigkeit auf 0,3 m pro Sekunde zu begrenzen.

F

Fahraktivierung (-freigabe)
Ein System, das den Bediener warnt, wenn der Oberwagen gedreht wurde. Hinweis: Ist das Antriebsaktivierungssystem eingeschaltet, kann die Maschine unter Umständen in die zur Bewegung des Fahr- und Lenksteuerhebels entgegengesetzte Richtung fahren. Orientieren Sie sich an den farbcodierten Richtungspfeilen auf dem Plattform- und Bodenbedienpult, um die Fahrtrichtung festzustellen.

Feststellbremse
Das System, das ein Wegrollen der Maschine während des Parkens verhindert.
 

Funktionstest
Vorabtest aller Arbeitsbühnenfunktionen, der von einem qualifizierten Bediener vor jeder Inbetriebnahme durchzuführen ist.

G

Gefälle
Bezieht sich auf den Neigungswinkel einer Steigung und wird üblicherweise als Prozentwertangegeben. Die Prozentangabe der Steigung bzw. des Gefälles wird berechnet, indem die zu überwindende Höhe durch die Strecke (Entfernung) dividiert wird. Ein Beispiel zur Ermittlung eines Gefälles: Wenn die Bodenhöhe auf einer Entfernung von 10 m um 2 m ansteigt, ergibt dies ein Gefälle von 20 % (2 m dividiert durch 10 m).

Geländegängigkeit
Beschreibt eine Maschine, die für Fahrten über unbefestigtes Baustellengelände ausgelegt ist. Diese Maschinen verfügen über Reifen mit Geländeprofil. Einige Modelle sind standardmäßig oder optional mit Pendelachsen oder Allradantrieb ausgestattet. Alle Maschinen verfügen über leistungsstärkere Dieselmotoren.

I

Industriemodell
Eine Maschine, die vorwiegend für den Einsatz im Innenbereich und/oder für Installationsarbeiten vorgesehen ist. Zu den Standardmerkmalen zählen nicht-markierende Reifen und ein Elektroantrieb. Modelle mit schmalem Chassis werden wegen ihrer optimierten Zugangsmöglichkeit und Manövrierbarkeit häufig eingesetzt.

Inspektion des Arbeitsortes
Eine Überprüfung des vorgesehenen Einsatzbereiches, die von einem qualifizierten Bediener vor jeder Inbetriebnahme auszuführen ist, um mögliche Gefahrenstellen während der Bewegung, dem Aufstellen und des Betriebs der Maschine festzustellen.

Inspektion vor Betriebsaufnahme
Sichtprüfung der Arbeitsbühne, die von einem qualifizierten Bediener vor jeder Inbetriebnahme auszuführen ist.

L

Lochfahrschutz
Feste oder sich selbst aktivierende Vorrichtungen an industriellen Modellen von Scherenarbeitsbühnen, die ein mögliches Umkippen verhindern, wenn ein Rad in ein Loch oder eine Vertiefung gerät. Diese Vorrichtungen reduzieren die Bodenfreiheit des Chassis in der Nähe der Räder.

M

Manuell angehoben
Produkte, die keinen Hubantrieb aufweisen. Die Lastenplattform wird über eine Handkurbel bedient, mit der sie nach oben oder unten bewegt wird, um die Last in Position zu bringen.

Manuell bewegt
Geräte, die zum Transportieren geschoben oder gezogen werden müssen. Diese sind in den meisten Fällen mit Rädern oder Lenkrollen ausgestattet.

N

Neigungs- /Senkalarm
Wenn die Maschine aus dem sicheren Arbeitsbereich gelenkt wird, ertönt ein akustischer Alarm bzw. wird die Maschine abgeschaltet. Ertönt der Alarm muss der Bediener den Teleskopausleger absenken und die Maschine auf festem und ebenem Untergrund neu positionieren.

Notablass
Hubfunktionen, die von einer separaten Energiequelle versorgt werden (dies findet Anwendung in Notfallsituationen, um den Bediener wieder auf den Boden zurück zu befördern, wenn die Hauptenergiequelle aufgebraucht ist oder nicht funktioniert).

P

Pendelachse
Achsen, die für eine Pendelbewegung ausgelegt sind, um unebenes Gelände auszugleichen und für die Bodenhaftung der Reifen zu sorgen.

Plattformbedienpult
Das Bedienpult in der Plattform mit den Hub-, Fahr- und Lenksteuerungen. Die Fahr-und Lenksteuerungen befinden sich nur auf dem Plattformbedienpult.

Plattformhöhe
Die maximale vertikale Höhe, die der Boden der Arbeitsplattform erreichen kann. Sie ist häufig Bestandteil der Modellbezeichnung. Die Plattformhöhe darf nicht mit der Arbeitshöhe verwechselt werden. In den Vereinigten Staaten liegt die Arbeitshöhe um 6 Fuß über der Plattformhöhe. Das metrische Äquivalent liegt 2 m über der Plattformhöhe.

R

Radlast
Das Gewicht bzw. der Druck, den die Maschinenreifen auf den Boden ausüben. Die Ermittlung, ob der Untergrund das Gesamtgewicht der Maschine tragen kann, erfolgt über den Vergleich des Kontaktdrucks mit der zulässigen „Bodenbelastung". Das Gewicht einiger Arbeitsbühnen überschreitet die zulässige Bodenlast vieler Fliesen-, Platten- oder Asphaltbodenflächen.

S

Seitlicher Überhang
Tritt auf, wenn sich das Heck des Oberwagens beim Drehen der Arbeitsbühne seitlich über das Chassis hinaus bewegt. Maschinen phne seitlichen Überhang sind äußerst vorteilhaft für enge Bereiche und den Einsatz in schmalen Gängen.

Selbstfahrend
Selbstfahrende Geräte sind mit hydraulischen oder elektrischen Antriebssystemen ausgestattet, mit denen die Maschine zum Einsatzort gefahren werden kann.

Steigfähigkeit
Bezieht sich auf die Fähigkeit der Maschine, mit ihrem Gesamtgewicht eine Steigung oder Böschung hinaufzufahren. Dies hängt von der Leistung und Traktion der Maschine ab. Der Wert wird üblicherweise in Prozent angegeben, z. B sind Maschinen mit einer Steigfähigkeit von 30 % theoretisch in der Lage, eine Steigung von 30 % zu überwinden.

T

Totmann-Schalter
Ein Hand- oder Fußschalter, der in Kombination mit einem Funktionsschalter die Ausführung der jeweiligen Funktion aktiviert. Dieser Schalter wird als Sicherung gegen eine unbeabsichtigte Aktivierung einer Funktion verwendet.

U

Uneingeschränkte Plattformtragfähigkeit
Wird von den meisten Herstellern für die Gewichtsangabe einer Plattformtragfähigkeit verwendet, die für alle Bereiche innerhalb des Arbeitsdiagramms der Maschine gilt.

W

Wenderadius
Ist der kleinstmögliche Radius, den eine Maschine zum Wenden benötigt. Ein kleiner Wenderadius ist für die meisten Einsätze von Vorteil.

Z

Zweiradantrieb
Maschinen, bei denen die Antriebskraft nur auf zwei Räder übertragen wird. Die beiden Antriebsräder befinden sich bei den meisten Arbeitsbühnen an der nichtlenkenden Achse. Bei Scherenarbeitsbühnen sind normalerweise die vorderen, gelenkten Räder angetrieben. Für die Industriemodelle ist in der Regel nur Zweiradantrieb erforderlich.